kau dich schlau

WIE ENTSTEHT KAUGUMMI?

Um Kaugummi zu produzieren, braucht man viel Erfahrung und Kenntnisse. Die Produktion von Kaugummi beginnt mit der Herstellung der Kaumasse und entsprechender Aromen.

 

Nach Anlieferung der Kaumasse in der Fabrik wird sie zuerst geschmolzen. Anschliessend gelangt die Masse in einen grossen Mixer, in dem sie langsam mit weiteren Zutaten, wie beispielsweise Zucker oder Zuckeraustauschstoffen, Aromen, Frucht- oder Pflanzenextrakten verknetet wird. Danach sieht die Kaumasse aus, wie ein riesiger Brotteig und wird zwischen grossen Walzen allmählich zu einem dünnen, gleichförmigen Kaugummiband geformt.

 

Das Band wird mit fein gemahlenem Zucker oder Zuckeraustauschstoff bestäubt, damit es beim Zuschneiden oder in der Verpackung nicht verklebt.

 

Erst dann bekommt der Kaugummi seine Form. Er wird in die entsprechenden Streifen oder Stücke geschnitten. Manchmal werden die Kaugummistücke zusätzlich mit einer aromatisierten Glasur überzogen. Diese Form von Kaugummi nennt man dann Dragee.

 

WORAUS WIRD KAUGUMMI HERGESTELLT?

Kaugummi enthält hauptsächlich Zucker, Glukosesirup, Kaumasse, Aromen und Zutaten, die für eine geschmeidige Konsistenz, gleichbleibende Qualität und angenehme Kauerfahrung sorgen. Bei zuckerfreien Kaugummis ersetzen Zuckeraustauschstoffe den Zucker und den Glukosesirup.

 

WIE LANGE GIBT ES KAUGUMMIS?

Den bislang ältesten Kaugummi fanden Archäologen bei Ausgrabungen einer 9.000 Jahre alten Siedlung in Südschweden.

Die Griechen kauten vor 2000 Jahren Mastix, das Harz aus dem gleichnamigen Baum.

Die Mayas in Mittelamerika genossen "Chicle", wofür der Sapotillbaum seinen Saft hergab.

 

Warum klebt Kaugummi?

Wenn man Kaugummi aus der Verpackung nimmt, ist er trocken, ein bisschen hart und haftet nicht. Im Mund gekaut wird er weich und elastisch und haftet, wenn man ihn zum Beispiel zwischen den Fingern hält. Das liegt an den Zutaten, die ein Kaugummi enthält. Erst in der Verbindung mit Speichel, also wenn man den Kaugummi in den Mund nimmt und kaut, entwickelt der Kaugummi die Eigenschaft, die ihn so angenehm zu kauen macht: er wird weich, elastisch und haftet.

 

Aber warum haftet der Kaugummi zum Beispiel an Kleidung oder Haaren?
Grund dafür ist die weiche Kaugummimasse, die sich leicht mit diesen Oberflächenstrukturen verbindet.

 

Und warum nicht im Magen?
Im Magen kann die Kaumasse wegen der feuchten Magenschleimhaut, ähnlich wie im Mund, nicht haften.

 

Wie wird das Zusammenkleben bei der Produktion verhindert?

Puderzucker bzw. Zuckeraustauschstoffe verhindern das Zusammenkleben bei der Produktion.

 

Wie werden die Kaugummis verpackt?

Verpackungsmaschinen, die von Wrigley Ingenieuren und Technikern entwickelt wurden, verpacken die Kaugummis in einem einzigen Verfahren, um durch eine schnelle Versiegelung der Päckchen, Konsistenz und vollen Geschmack zu gewährleisten.

 

Welche Produktformen gibt es?

Streifen (z.B. Wrigley’s Spearmint®), Mini-Streifen (z.B. Wrigley’s ORBIT®), Dragées (z.B. AIRWAVES®), Kissen (z.B. HUBBA BUBBA®), Tape (z.B HUBBA BUBBA BUBBLE TAPE®).

 

Welche Wirkung hat Kaugummi kauen?

Atemfrische, freies Durchatmen, Zahnpflege und Kariesschutz (bei zuckerfreiem Kaugummi) sowie Spass und Genuss sind die bedeutendsten positiven Wirkungen des Kaugummikauens. Darüber hinaus kann Kaugummi zum Abbau von Alltagsstress und zur Konzentrationssteigerung beitragen.

 

Wie entfernt man Kaugummi aus Textilien?

Kein Grund zur Panik, falls Dir mal ein Missgeschicken pasiert sein sollte!

Zum Entfernen von Kaugummi das Kleidungsstück für rund eine Stunde ins Gefrierfach legen. Dann ist der Kaugummi hart und lässt sich zum Beispiel mit der stumpfen Seite eines Messers vom Stoff abkratzen. Danach Fleckenmittel auf die betroffene Stelle auftragen und das Kleidungsstück wie gewohnt waschen. 

Um Kaugummi von grossen Textilien, wie Autositz, Teppich oder Couch zu entfernen, kann dieser mit Eisspray aus der Apotheke eingesprüht und anschließend abgekratzt werden.

 

Wie entfernt man Kaugummi aus dem Haar?

Kein grund für einen Kurzhaarschnitt!

 

Zum Entfernen von Kaugummi aus dem Haar ein wenig Fett, wie zum Beispiel Erdnussbutter, Salatöl, fettende Hautcreme oder Ähnliches verwenden. Die fettige Substanz hierzu gründlich in den Kaugummi einkneten. Anschliessend lässt sich dieser durch vorsichtiges Auskämmen einfach entfernen. Hinterher das Fett aus den Haaren auswaschen.

 

Was passiert, wenn man Kaugummi versehentlich herunterschluckt?

Es ist nicht gefährlich, wenn man aus Versehen einmal seinen Kaugummi verschluckt. Die Kaumasse durchläuft, wie andere unverdauliche Ballaststoffe, einfach den Verdauungstrakt. Dennoch sollte man seinen Kaugummi nach dem Kauen in Papier eingewickelt in den Abfalleimer werfen.

 

Aussergewöhnliche Fakten über Kaugummi

Um die Minze anzubauen, die Wrigley weltweit jährlich zur Herstellung seiner Kaugummis mit Minzgeschmack benötigt, bräuchte man ein Feld in der Grösse von knapp 140 Quadratkilometern – dies entspricht weit über 16.000 Fussballfeldern.  
 
Wrigley-Kaugummis leiteten im Jahr 1974 die Ära der computergestützten Kassen ein: Ein Päckchen Wrigley’s Juicy Fruit war das weltweit erste Produkt, dessen Preis durch einen Laser gescannt wurde.  
 
Kaugummi wird schon lange nicht nur auf der Erde, sondern auch im Weltall genossen. Die Astronauten der Gemini IV-Mission nahmen 1965 erstmals Kaugummis mit ins All.  

Kaugummi heisst auf Afrikanisch: Lubaen; Arabisch: elk; Chinesisch: Heung How Chu; Finnisch: purukumi; Französisch: chiclette; Indonesisch: permen karet; Japanisch: gamu; Portugiesisch: pastilka elastika; Russisch: Zhevatelnaya Rezinka; Schwedisch: tuggumi; Schweitzerdeutsch: chaettschgummi; Spanisch: goma de mascar; Ungarisch: rágógumi.  

Wer zuckerfreien Kaugummi kaut, kann spürbar abnehmen. Zu diesem Ergebnis kamen Forscher an der renommierten Mayo-Klinik in den USA. In aufwändigen Messverfahren wurde festgestellt, dass durch das Kauen von Kaugummi die Stoffwechselrate um rund 20 Prozent erhöht werde. Wer fleissig Kaugummi kaut, kann somit theoretisch im Laufe eines Jahres mehr als fünf Kilogramm Gewicht verlieren.